ein Film von  Bernd Böhlich
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Otto Sander
als  Herr Tiedgen
Otto Sander ist einer der größten Bühnenschauspieler Deutschlands. Er studierte Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach zwei Jahren entschied er sich zu einer Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule. Sein Theaterdebüt gab er 1965 an den Kammerspielen in Düsseldorf, Engagements am Theater Heidelberg und der Freien Volksbühne Berlin unter der Leitung von Peter Stein folgten. Ab 1970 gehörte er zum Ensemble der Berliner Schaubühne, arbeitete mit Kollegen wie Wilfried Minks und Klaus Michael Grüber zusammen und führte ab 1975 selbst Regie. Parallel zu seinem Theaterengagement wurde er in den 1970er Jahren durch Film und Fernsehproduktionen bekannt. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“ (1979), Wolfgang Petersens „Das Boot“ (1981), „Der Himmel über Berlin“ (1987) und „In weiter Ferne, so nah“ (1993) von Wim Wenders. Seine Leidenschaft für die Bühne vernachlässigte Sander nie. Große Erfolge feierte er auch mit jüngeren Auftritten in Inszenierungen wie „Der Hauptmann von Köpenick“ im Schauspielhaus Bochum (2004) oder in Samuel Becketts „Das letzte Band“ am Renaissance-Theater Berlin (2007). Neben seiner Arbeit als Schauspieler arbeitet Sander, „The Voice“, erfolgreich als Moderator und Synchronsprecher für Dokumentationen und Hörbücher. Im Lauf seiner Karriere wurde er mit unzähligen Auszeichnungen geehrt, u.a.: „Deutscher Kritikerpreis“ als bester Schauspieler (1979), „Deutscher Darstellerpreis“ (1980, 1989), „Grimme-Preis“ (1995), „Berlinale Kamera“ (2008), „Bernhard-Minetti-Preis“ (2008), „Lesewerkpreis“ (2010) für seine bedeutenden Leistungen für die deutsche Sprache.
Angelica Domröse
als  Annegret Simon
Mit „Die Legende von Paul und Paula“, ein Kultklassiker der DDR-Kinogeschichte, wurde Angelica Domröse berühmt. Mit 19 sprach die 1941 geborene Berlinerin bei Helene Weigel am Berliner Ensemble vor und wurde engagiert, ging jedoch wenig später an die Volksbühne, wo sie bis 1979 in Stücken von William Shakespeare, George Bernard Shaw und Peter Hacks spielte. 1966 wurde sie als „Beste Schauspielerin des Jahres“ ausgezeichnet, erhielt 1969 den „Kunstpreis der DDR“ und wurde bis 1975 insgesamt drei Mal als „DDR-Fernsehkünstlerin des Jahres“ geehrt. Viel Lob bekam Angelica Domröse auch für ihre einfühlsame Verkörperung der Effi Briest in der gleichnamigen Fontane-Verfilmung (1970). Ihre Titelrolle der alleinstehenden Mutter Paula in dem erfolgreichen Liebesfilm „Die Legende von Paul und Paula“ (nach Ulrich Plenzdorf) machte sie 1973 endgültig zum Star. 1976 protestierte sie gegen die Ausbürgerung von Liedermacher Wolf Biermann, 1980 folgte die Ausreise nach West-Berlin. In zahlreichen Engagements, u.a. am Hamburger Thalia Theater und Berliner Schillertheater, beeindruckte sie Publikum und Kritiker und wurde 1988 mit der Josef-Kainz-Medaille geehrt. Darüber hinaus wirkte Angelica Domröse in TV-Produktionen wie „Der Alte“ und „Kir Royal“ mit und arbeitete in dieser Zeit mehrmals mit Frank Beyer und Egon Günther zusammen. Unzählige Filmrollen folgten: „Hurenglück“ (1990), „Die Verfehlung“ (1991), „Die Letzte Entscheidung“ (1994), „Kalte Küsse“ (1997). In ihrer Rolle als Kommissarin Vera Bilewski in der populären Krimi-Reihe „Polizeiruf 110“ begeisterte sie das Publikum. 2003 erschien ihre Autobiographie „Ich fang mich selbst ein - Mein Leben“. Für ihr Lebenswerk erhielt sie 2003 die „Goldene Henne“ und bekam 2010 einen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin. Angelica Domröse arbeitet außerdem als Dozentin, u.a. an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst-Busch“ Berlin und der Universität der Künste Berlin. Sie engagiert sich zudem in der Jury des „Alfred-Kerr-Darstellerpreis“.
Ralf Wolter
als  Willy Stronz
Die Rolle des humorvollen Gefährten Sam Hawkens in den Karl-May-Klassikern über Winnetou und Old Shatterhand machte ihn berühmt. In über 50 Jahren war der Schauspieler in knapp 150 Filmen zu sehen. Ralf Wolter wuchs in einer Berliner Artistenfamilie auf. Nach dem Besuch der Berliner Schauspielschule „Der Kreis“ spielte er auf Theaterbühnen in und um seine Heimatstadt und kam über seine Leidenschaft für das Schreiben und Komponieren zum Kabarett. Als Mitglied des Kabaretts „Der Rauchfang“ arbeitete er in den Jahren 1954 bis 1958 mit Kollegen wie Edith Hancke, Wolfgang Müller und Ruth Stephan zusammen. 1951 gab Wolter sein Leinwanddebüt in dem satirischen Lustspiel „Die Frauen des Herrn S.“ und legte so den Grundstein für seine Filmkarriere. Schnell avancierte er zum Publikumsliebling. 1961 verkörperte der Berliner in Billy Wilders Komödienklassiker „Eins, zwei, drei“ einen sowjetischen Agenten. Der große Durchbruch gelang Wolter ein Jahr später mit der Karl-May-Verfilmung „Der Schatz im Silbersee“, in der er erstmals die Rolle des Sam Hawkens spielte. Aufgrund des großen Erfolgs folgten fünf weitere Verfilmungen des Buchklassikers und eine Fernsehserie. In „Der Schut“ nach einer weiteren Karl-May- Vorlage erweckte der Komiker die Figur Hadschi Halef Omar zum Leben, den er in späteren Filmen wiederholt verkörperte. Auch die Rolle des Kuckucksuhren-Verkäufers Andreas Hasenpfeffer, den er in „Der Schatz der Azteken“ (1965) und der Fortsetzung „Die Pyramide des Sonnengottes“ (1965) spielte, verschaffte ihm große Beliebtheit. In den 1970er Jahren entstanden zahlreiche Fernsehproduktionen wie „Ein Fall für Titus Bunge“, „Tatort“, „Der Alte“ oder „Liebling Kreuzberg“. Sein Alter Ego Sam Hawkens verkörperte der Schauspieler ein letztes Mal 1991 zusammen mit Pierre Brice bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg. Ralf Wolter konzentrierte sich seither auf die Bühnenschauspielerei und die Arbeit als Synchronsprecher in Trickfilmen, z.B. als Miraculix in „Asterix in Amerika“.
Herbert Köfer
als  Herr Klaussner
Seit über 70 Jahren steht Herbert Köfer auf der Theaterbühne und zählte zu den Publikumslieblingen des ostdeutschen Fernsehens. Ob Krimigeschichten, Familienserien oder Komödien – der Berliner begeistert sein Publikum seit jeher als facettenreicher Schauspieler und Kabarettist. 1921 in Berlin geboren, entschied er sich früh für ein Studium an der Schauspielschule des Deutschen Theaters. Sein erstes Engagement hatte er 1940 am Stadttheater in Brieg, auf das weitere am Neuen Berliner Künstlertheater, der Berliner Volksbühne und am Deutschen Theater in Berlin folgten. Seine größten Erfolge feierte der Volksschauspieler beim Fernsehen. Die Geburtsstunde des DDR-Fernsehens erlebte Köfer hautnah: 1952 moderierte er die erste Nachrichtensendung „Aktuelle Kamera“. Seine Auftritte in Serien wie „Rentner haben niemals Zeit“, „Geschichten übern Gartenzaun“ oder in der bekannten Unterhaltungsshow „Da lacht der Bär“ wurden gleich sieben Mal mit der Auszeichnung als offizieller ‚Publikumsliebling‘ belohnt. Auch als Synchronsprecher erreichte er große Beliebtheit, so zum Beispiel mit seiner Rolle als Familienoberhaupt in der Radiosendung „Neumann, zweimal klingeln“, der er 13 Jahre lang in über 678 Folgen seine Stimme lieh. In der DEFA-Produktion „Nackt unter Wölfen“ (1963) nach der Romanvorlage von Bruno Apitz übernahm er die Rolle des Hauptsturmführers Kluttig. In den 1990er Jahren war Herbert Köfer am Berliner Hansatheater engagiert. Zahlreiche Fernsehauftritte in Serien wie „Auto Fritze“, „Elbflorenz“ und „In aller Freundschaft“ machten den Schauspieler zu einer gesamtdeutschen Fernsehgröße. Im beeindruckenden Alter von 83 Jahren rief er „Köfers Komödiantenbühne“ ins Leben, mit dessen Gründung er sich einen alten Traum erfüllte. 2008 veröffentlichte er seine Autobiographie „Nie war es so verrückt wie immer ...“.
Anna Maria Mühe
als  Schwester Amelie
Anna Maria Mühe ist die Tochter des Schauspielerehepaars Ulrich Mühe und Jenny Gröllmann. 2001 entdeckte sie die schwedische Regisseurin Maria von Heland und gab ihr die Hauptrolle in „Große Mädchen weinen nicht“. Ihr Kinodebüt wurde gleich mit dem Preis für die beste weibliche Hauptrolle auf dem Filmfestival von Las Palmas ausgezeichnet. Mit ihrer Darstellung der Schülerin Hilde Scheller in „Was nützt die Liebe in Gedanken“ (2003) erspielte sie sich an der Seite von August Diehl und Daniel Brühl den Preis als beste Darstellerin auf dem Kopenhagener Filmfestival 2004. Neben Auftritten in Serien wie „Tatort“ und „SOKO Leipzig“ war Anna Maria Mühe auch in der charmanten Komödie „Wir sagen Du! Schatz“ an der Seite von Samuel Finzi zu sehen. Ihre Rollen in internationalen Produktionen, z.B. in „The Countess“ an der Seite von Julie Delpy im Jahr 2008 erhielten viel Kritikerlob. So auch ihre Leistung in „Novemberkind“ im Jahr 2010, für die Anna Maria Mühe mit dem Nachwuchsdarstellerpreis beim Schweriner Filmkunstfest geehrt wurde. 2012 war sie Shooting Star bei der Berlinale.
Herbert Feuerstein
als  Herr Miesbach
Herbert Feuerstein brach sein 1956 angefangenes Musikstudium in Klavier, Cembalo und Komposition am Mozarteum Salzburg nach zwei Jahren ab. Der Liebe wegen siedelte er nach New York über, wo er von 1960 bis 1969 u.a. als Chefredakteur der deutschsprachigen New Yorker Staats-Zeitung tätig war und sein erstes Buch „New York für Anfänger“ veröffentlichte. In dieser Zeit arbeitete er auch als Amerika-Korrespondent des deutschen Satiremagazins „Pardon“ und für den Hörfunk. Zurück in Europa war Herbert Feuerstein 1969 zunächst Verlagsleiter bei Bärmeier & Nikel, anschließend übernahm er bis 1991 den Chefredakteur-Posten des deutschen „MAD“-Magazins. Ersten Kontakt zum Fernsehen knüpfte der Satiriker 1984 als Autor der „Michael Braun Talkshow“ im WDR, seitdem arbeitete er regelmäßig redaktionell für diverse Radio- und Fernsehproduktionen. Dabei erlang Feuerstein vor allem durch Formate wie „Pssst...“ (1989-1995) und „Schmidteinander“ (1990-1994) an der Seite von Harald Schmidt bundesweite Bekanntheit. Mit seiner 12-stündigen Live-Sendung „Feuersteins Nacht“ im WDR ging er 1997 in die Fernsehgeschichte ein und moderierte im Jahr darauf die Fortsetzung in gleicher Länge. Nach zahlreichen Auftritten in Talkshows, Quiz-Sendungen und als Stuntman bei der „Wochenshow“ feierte das Allround-Talent 1998 auch sein Theaterdebüt als Leon in der komödiantischen Inszenierung „Liebe, Lügen, Lampenfieber“, auf die eine deutschlandweite Tournee mit über 200 Vorstellungen folgte. 12 Folgen lang ließ er gemeinsam mit Harald Schmidt im Jahr 2007 die Sendung „Pssst...“ in der ARD wieder aufleben, war als Gott in der Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ zu sehen und begeisterte als Teufel bei den Jedermann-Festspielen 2009 in Berlin. Feuerstein war außerdem in zahlreichen Kinoproduktionen zu sehen („Vollidiot“, „Wickie und die starken Männer“, „Der Schuh des Manitu“) und gab der Figur Mr. Huph in dem Oscar-prämierten Trickfilm „Die Unglaublichen“ seine Stimme. Darüber hinaus schrieb Feuerstein drei Reisebücher sowie den Sammelband „Frauen fragen Feuerstein“ und veröffentlichte ein Hörbuch mit dem Titel „Die Tagebücher des W.A. Mozart“. Für seine Leistungen wurde er mit renommierten Auszeichnungen wie dem „Grimme-Preis“ (1994), dem „Bambi“ (1994) sowie dem „Ehrenpreis des Deutschen Comedypreises“ (2010) ausgezeichnet.
Monika Lennartz
als  Frau Miesbach
Monika Lennartz wurde 1938 in Stettin geboren, wuchs in Thüringen auf, bevor sie von 1956 bis 1959 ihre Ausbildung als Schauspielerin an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam absolvierte. Nach ersten Engagements auf Bühnen in Potsdam und Senftenberg trat sie 1962 in der Inszenierung „Das elfte Gebot“ erstmals am Maxim Gorki Theater Berlin auf. Später überzeugte Monika Lennartz mit ihrer Darstellung der Julia in „Romeo und Julia“ von Fritz Bornemann an der Berliner Volksbühne und in Viktor Rosows „Am Tage der Hochzeit“. Parallel zur Bühnenschauspielerei wirkte Lennartz in vielen Film- und Fernsehproduktionen mit, u.a. „Königskinder“ (1962), „Bürgschaft für ein Jahr“ (1981) und „In aller Freundschaft“ (seit 1997). Der „Goethepreis der Stadt Berlin“ wurde ihr 1982 verliehen und für ihre schauspielerische Leistung in „Insel der Schwäne“ ehrte man Lennartz beim 3. Nationalen Spielfilmfestival der DDR als Beste Nebendarstellerin. Zuletzt sah man die Schauspielerin 2011 in dem Fernsehfilm „Meine Familie bringt mich um!“.
Tilo Prückner
als  Schlepper
Tilo Prückner zählt zu den vielbeschäftigsten deutschen Schauspielern. Im Lauf seiner Karriere war er in über 150 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Prückner studierte Schauspiel bei Hans Josef Becher und Ellen Mahlke in München. Von 1962 bis 1973 war er an verschiedenen Theatern tätig, u.a. am Schauspielhaus Zürich. Neben Peter Stein und Bruno Ganz gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Berliner Schaubühne, wo er auch eigene Stücke inszenierte. Seit 1973 arbeitete Prückner als freier Schauspieler am Bayerischen Staatsschauspiel. Für seine Rolle des Paganini in „Bomber und Paganini“ wurde er 1976 mit dem „Deutschen Darstellerpreis“ ausgezeichnet. Vor allem als schwermütiger Kriminalhauptmeister Gernot Schubert in der Fernsehserie „Adelheid und ihre Mörder“, in der Prückner über sechs Jahre an der Seite von Evelyn Hamann auftrat, feierte er große Erfolge. Zwischen 2001 und 2007 ermittelte Tilo Prückner im NDR-Tatort als Oberkommissar neben Robert Atzorn. Der engagierte Schauspieler und Bühnenautor schreibt zudem Theaterstücke und Drehbücher.
Robert Stadlober
als  Mittwoch
Der österreichische Schauspieler und Musiker wuchs in der Steiermark auf und zog 1989 nach Berlin. Mit elf Jahren arbeitete Stadlober als Synchronsprecher und lieh u.a. der Hauptfigur in „Der Schatzplanet“ seine Stimme. Nach zahlreichen kleineren Auftritten in TV- und Kinofilmen bekam er 1999 seine erste größere Rolle in „Sonnenallee“ von Leander Haußmann. Der Durchbruch gelang dem Österreicher 2000 in der Bestseller-Verfilmung „Crazy“. Für seine Darstellung wurde Stadlober mit dem „Bayerischen Filmpreis“ (2001) ausgezeichnet und erhielt eine Nominierung für den „Deutschen Filmpreis“. Beim Filmfestival Montréal belohnte man seine Leistung als Punk in „Engel und Joe“ mit dem Darstellerpreis. Zahlreiche Rollen in bekannten Filmproduktionen wie „Verschwende deine Jugend“ (2005), „Sommersturm“ (2004) und „Krabat“ (2008) folgten.
Marion van de Kamp
als  Fanny Dè Artong
Die 1925 geborene Schauspielerin und Fernsehansagerin wurde durch ihre Rolle als Lady Milford in der Verfilmung „Kabale und Liebe“ (1959) von Martin Hellberg bekannt. Nach dem Besuch der Dresdener Schauspielschule spielte Marion van de Kamp auf verschiedenen Theaterbühnen, u.a. in Meiningen und Leipzig. 1953 feierte sie ihr Fernsehdebüt als Ansagerin im Deutschen Fernsehfunk. Zahlreiche Auftritte in DEFA-Produktionen folgten. So verkörperte van de Kamp in „Mir nach, Canaillen!“ (1964) eine Mätresse des Königs und übernahm eine Rolle in dem 5-teiligen DDR-Historiendrama „Ohne Kampf kein Sieg“ (1966). Nachdem sie von 1955 bis 1991 zum festen Ensemble der Berliner Volksbühne gehörte, ist die Schauspielerin seit 1991 Mitgesellschafterin beim Berliner Theater im Palais.
Us Conradi
als  Hanni Dè Artong
Die 1928 in Berlin geborene Schauspielerin und Schriftstellerin Us Conradi absolvierte ihre Schauspielausbildung am Berliner Hebbel-Theater. Neben Engagements an der Vaganten Bühne und beim Titania-Palast arbeitete sie als Schauspielerin und Regisseurin an der Inszenierung „Cyrano in Buffalo“. Im Jahr 1962 entdeckte Us Conradi ihre Leidenschaft für die Schriftstellerei und schreibt seitdem Drehbücher für Fernsehen und Hörfunk. Darüber hinaus spielte die Berlinerin schon in zahlreichen TV-Produktionen wie „Tatort“, „Der Kriminalist“ oder „Türkisch für Anfänger“ und Kinofilmen (u.a. „Sonnenallee“) mit.
Steffi Kühnert
als  Die Heimleiterin
Steffi Kühnert wurde 1963 in Berlin geboren und studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch”. Lange Zeit war sie fast ausschließlich Theaterdarstellerin, u.a. am Nationaltheater Weimar, Schiller Theater Berlin, Schauspielhaus Bochum, Residenztheater München, Burgtheater Wien, bei den Salzburger Festspielen, am Berliner Ensemble, Schauspielhaus Zürich, Deutschen Theater Berlin und an der Schaubühne. Nach 1989 entwickelte Sie sich zunehmend zur Film- und Fernsehschauspielerin. Sie spielte u.a. In Michael Hanekes „Das weiße Band” (2008), Christian Schwochows „Novemberkind” (2007) und Leander Haußmanns „Sonnenalle” (1999). Für ihre Rolle als aufopferungsvolle Ehefrau und Mutter in Andreas Dresens „Halt auf freier Strecke” (2011) erhielt sie 2012 den Bayrischen Filmpreis als beste Darstellerin. Steffi Kühnert ist seit 2009 Dozentin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“.
Barbara Morawiecz
als  Margarete Tetzner
Die 1938 geborene Berlinerin begann Ihre Schauspielausbildung an der Schauspielschule Hilde Körber in Berlin. In ihrer Heimatstadt war sie an sämtlichen Theatern wie z.B. dem Schillertheater und der Volksbühne engagiert. In „Ich selbst und kein Engel - Chronik aus dem Warschauer Ghetto“ war sie 1958 das erste Mal selbst auf der Bühne zu sehen. Weitere Inszenierungen u.a. in „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats“ (1964) oder „Germania - Tod in Berlin“ (1990) folgten. Sie war auch in zahlreichen Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen, darunter der "Tatort" oder „Süsse Datteln“ (2010).  Barbara Morawiecz lebt heute in Kroatien.
Hannes Stelzer
als  Herr Schurmann
Hannes Stelzer, geboren 1924, unternahm seine ersten Schauspielschritte im Stadttheater Zittau bis er schließlich 1997 in „Rosa Roth“ das erste Mal im deutschen Fernsehen zu sehen war. Diverse Rollen in u.a. „Sprechstunde bei Dr. Frankenstein“ (1997) oder Auftritte bei der beliebten deutschen Fernsehreihe „Tatort“ folgten. Im Film „Das gestohlene Leben“ war er das erste Mal auf Leinwand zu sehen. Auch in neueren Kinofilmen wie „Sommer vom Balkon“ (2005), „Die Reise nach Tulum“ (2008), „Die Friseuse“ (2009) oder als Herr Schurmann in „Bis zum Horizont, dann links!“ kann man Hannes Stelzer erleben.